dorner performanceWilli Dorner: Performance „steps to heaven Marseille“ (Foto: Hatje Cantz)

 

Die Kunst der Zukunft?

Neuer Auftrieb für die Performance

KUNSTZEITUNG Nr. 219, November 2014, Titelstory

Das Kunstjahr ist zwar nicht abgeschlossen, bis Ende Dezember werden zweifellos noch ein paar Affären den Betrieb erschüttern und womöglich weitere Todesfälle zu beklagen sein, doch schon jetzt lässt sich – neben dem Hang zu den Selfies, den medial angepassten Schnellschuss- Selbstporträts – ein Trend attestieren, der ebenso traditionsreich wie zukunftsweisend erscheint. Es geht um die Performance, um die Aktion des Körpers im geschlossenen oder offenen Raum, um eine künstlerische Position, die ebenso temporär wie schwer zu vermarkten ist. Und hier setzt auch prompt die Erläuterung ein, warum 2014 als das Jahr der Wiederentdeckung dieser Kunst gesehen werden muss.

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Soeben erschienen: KUNSTJAHR 2014

Obwohl in diesem Jahr weder die documenta noch die Biennale Venedig auf der Agenda der Kunstwelt stehen, herrscht kein Mangel an sehenswerten Ausstellungen und anderen herausragenden Ereignissen des Kunstbetriebs. Vor allem die förmlich explodierenden Auktionspreise für Gegenwartskunst fordern eine kritische Analyse heraus. Wie geht es weiter mit der Kunst, wenn deren Verkaufswert mehr und mehr zum einzigen Gradmesser ihrer Bedeutung wird? Zu dieser und vielen anderen Fragen, die der Szene unter den Nägeln brennen, nimmt die Zeitschrift KUNSTJAHR Stellung – kompetent und kurzweilig.

Die 14. Ausgabe des Magazins, die soeben erschienen ist, lässt Kunst und Kunstbetrieb im Berichtzeitraum (sprich: von November 2013 bis Oktober 2014) umfassend Revue passieren.

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Mehr Frust als Lust

Karlheinz Schmid über die Galerie als Institution

In der Juli-Ausgabe der KUNSTZEITUNG (Nr. 215, 2014) veröffentlichte Karlheinz Schmid einen Beitrag über die wenig rosige Situation der Galerien. Diese kritische Bestandsaufnahme stieß bei so vielen Lesern auf zustimmende Resonanz, dass wir den Text hier erneut veröffentlichen.

Schein und Sein – ach, wie oft fällt einem die uralte Formel ein, wenn man sich seit Jahrzehnten durch den Kunstbetrieb bewegt und zunehmend feststellen muss, dass der Galerist, einst ein Berufsstand der Pioniere, wie der Altmeister der Branche, Otto van de Loo, es gerne sagte, längst ins Zwielicht geraten ist. Denn, von Ausnahmen abgesehen (etwa Larry Gagosian, Iwan Wirth oder David Zwirner), oft kommt es vor, dass auch in den Millionen-Einwohner-Städten die Umsätze in den Galerien nicht reichen, um Mitarbeiter zu honorieren oder Mieten zu bezahlen.

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